Was ist eine digitale Patientenakte?
Die digitale Patientenakte ist die elektronische Form der Karteikarte. Sie bündelt alle patientenbezogenen Informationen an einem Ort: Anamnese, Diagnosen, Befunde, Laborwerte, Behandlungspläne, Medikation und Korrespondenz. Gemeint ist hier die Akte in der Praxissoftware, nicht die elektronische Patientenakte der gesetzlichen Krankenkassen (ePA).
Wichtige Funktionen
- Zentrale Datenhaltung aller Patienteninformationen
- Chronologischer Behandlungsverlauf
- Laborwerte mit Verlaufsdarstellung
- Dokumente mit digitaler Unterschrift
- Verknüpfung mit Terminen und Abrechnung
Vorteile gegenüber der Papierakte
Informationen sind sofort auffindbar, lesbar und vollständig. Mehrere Behandler können gleichzeitig zugreifen, und bei Wasserschaden oder Einbruch gehen keine Akten verloren, weil die Daten gesichert in der Cloud liegen.
Datenschutz und DSGVO
Gesundheitsdaten gehören zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO. Eine digitale Patientenakte braucht deshalb verschlüsselte Übertragung, Zugriffsrechte nach Rollen, nachvollziehbare Änderungen, regelmäßige Datensicherung und die Möglichkeit, Daten zu löschen. Achten Sie auf Server in Deutschland und einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
So gelingt die Einführung
Gehen Sie schrittweise vor: neue Patienten digital anlegen, Bestandsdaten importieren oder nach und nach übertragen. Ein Parallelbetrieb mit der alten Lösung in der Übergangszeit gibt Sicherheit.
